Die Fischotter bitten zum Dienst

April 22, 2021

Ein freiwilliges Jahr im Tier- und Naturschutz ermöglicht wertvolle Erfahrungen

Glänzendes Fell, elegante Bewegungen und unwiderstehliche Kulleraugen: Als „niedlicher Räuber“ ist der Fischotter ein echter Sympathieträger. Leider ist er in freier Natur selten zu beobachten, denn er lebt nicht nur sehr heimlich, sondern war in Deutschland auch schon fast ausgestorben. Zwar haben sich die Bestände inzwischen etwas erholt, aber saubere, fischreiche Gewässer mit viel Deckung sind weiterhin Mangelware. Um auf die charmanten Wassermarder und ihre Probleme aufmerksam zu machen, wurde der Eurasische Fischotter von der Deutschen Wildtierstiftung zum „Tier des Jahres 2021“ gekürt. Für ihn und seine Verwandten setzt sich auch das Otter-Zentrum Hankensbüttel ein – und bietet jungen Menschen die Gelegenheit, sich bei einem Freiwilligendienst im Natur- und Tierschutz zu engagieren.

Naturschutz praktisch mitgestalten

Gerade in unsicheren Zeiten wie 2021 kann ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine sinnvolle Brücke zwischen Schule und Ausbildung oder Studium bieten. Hier lassen sich ohne Erfolgsdruck wertvolle Erfahrungen sammeln und gleichzeitig interessante Einblicke in praktische Naturschutz- und Forschungsarbeit gewinnen. Im Otter-Zentrum der Aktion Fischotterschutz e.V. lernen die Freiwilligen dabei neben Fischottern auch Nerze, Steinmarder, Hermeline und Dachse kennen, erfahren aus nächster Nähe viel über ihre Lebensweise und können dieses Wissen dann bei Führungen und Schaufütterungen an die Besucher weitergeben. Zu den Aufgaben gehören außerdem die Versorgung der Tiere sowie die Instandhaltung der Einrichtungen und einfache Verwaltungsarbeiten. Auch die Mithilfe bei Forschungsarbeiten und Biotopschutzprojekten ist möglich – alle Informationen zum Freiwilligenjahr und zur Bewerbung finden sich unter www.aktion-fischotterschutz.de. Wer nicht in der Nähe des Otter-Zentrums lebt, bekommt dort ein kostenloses Zimmer zur Verfügung gestellt.

Verschiedene Angebote für Freiwillige

Möglich ist der Einsatz für die Natur in Hankensbüttel als FÖJ oder BFD. Ersteres ist für junge Menschen von 18 bis 25 Jahren gedacht, die schwerpunktmäßig in der Naturschutzbildung eingesetzt werden. Von Führungen und Kinderprogrammen bis zu Infoständen und Sonderveranstaltungen ist hier alles dabei. Dazu kann bei Wasserproben oder Pflanzaktionen handfest mit angepackt werden. Für den BFD gibt es nach oben keine Altersbegrenzung. Auch hier gehören Gäste- und Tierbetreuung zur Arbeit, zudem technisch-praktische Tätigkeiten in den Werkstätten. Bestehende berufliche Qualifikationen werden berücksichtigt.

Foto: djd/Otterzentrum Hankensbüttel

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