Solarparks sind besser als ihr Ruf

Oktober 19, 2021

Großanlagen produzieren umweltfreundliche Energie und fördern die Artenvielfalt

Die Klimabewegung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und findet weiterhin starken Zulauf. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden. Mit dem Abschied von fossilen Energieträgern geht der Umstieg auf erneuerbare Quellen wie Wind- und Sonnenkraft einher. Ihr Anteil soll bereits bis 2030 auf gut 60 Prozent des Bruttostromverbrauchs wachsen. Für 2045 strebt die Bundesregierung Klimaneutralität an. Insbesondere Solarkraftwerke dürften in den kommenden Jahren beim Erreichen dieser Ziele eine wichtige Rolle spielen. Allerdings verbindet sich mit der Technologie so manches Vorurteil: Viele denken dabei an große, versiegelte Flächen mit entsprechenden Nachteilen für die Ökologie. Tatsächlich aber zeigen Studien, dass Solarparks sogar die Artenvielfalt fördern können.

Blühwiesen für mehr Biodiversität

Dass Solarparks zur Biodiversität beitragen können, ergab bereits im Jahr 2019 eine Studie im Auftrag des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft. Eine wesentliche Voraussetzung für ein solches positives Ergebnis ist die Gestaltung der Anlagen – etwa indem die Grünstreifen zwischen den Reihen der Solarmodule bewusst selten gemäht werden. So entstehen sogenannte Blühwiesen, welche die Artenvielfalt unterstützen. „Spezielle Saatgutmischungen für niedrig wachsende Blütenpflanzen schaffen Rückzugsorte für Insekten, insbesondere für Wild- und Honigbienen“, erläutert Ingo Alphéus, Geschäftsführer des Solarunternehmens Belectric. Der Anbieter verzichtet zudem bei seinen Anlagen bewusst auf den Einsatz auf Pestiziden. Davon profitieren Landwirte in der Umgebung, da durch die wachsende Bienenpopulation auch ihre Erträge steigern. Unter www.belectric.com gibt es weitere Informationen rund um das Thema Artenvielfalt und dazu, wie Solarparks die konventionelle Stromproduktion durch klimafreundliche Alternativen ersetzen können.

Geringer Flächenverbrauch, effektive Energieproduktion

Bereits bei der Planung einer Solaranlage spielen ökologische Aspekte eine zentrale Rolle. So werden beispielsweise die Fundamente der Solarmodule gerammt und nicht betoniert, um Böden nicht unnötigerweise zu versiegeln. Der Flächenverbrauch ist ohnehin viel geringer, als Laien auf den ersten Blick vermuten könnten: Aufgrund der tischartigen Konstruktion der Solarmodule wird weniger als ein Prozent der genutzten Fläche tatsächlich verbraucht. Der Großteil bleibt der Natur überlassen. Auch auf lange Sicht verursachen moderne, rückbaufähige Solarkraftwerke nahezu keinen biologischen Fußabdruck. Sie sind nach vielen Jahren der effektiven Energiegewinnung vollständig recycelbar.

Foto: djd/BELECTRIC Solar & Battery

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