Im Einklang von Mensch, Tier und Natur: Kleidung aus Rhönschafwolle

Oktober 18, 2021

Vor 40 Jahren waren sie fast ausgestorben, heute sind sie ein Symbol für das gelungene Zusammenleben von Tieren, Natur und Menschen: Rhönschafe. Und aus ihrer Wolle entsteht Besonderes: schonend hergestellte warme Kleidung.

Etwa 100 Kilo bringen Rhönschafe auf die Waage. Sie tragen ein weißes Fell und haben einen schwarzen Kopf. Sie sind robust, kommen gut mit dem Klima im Mittelgebirge zurecht und können bis zu zweimal im Jahr geschoren werden. Aus ihrem Fell entsteht dann weiche Schurwolle, die sich aufwendig und schonend weiterverarbeiten lässt. Außerdem haben sie harte Klauen, die den Boden aufbrechen und es den Schafen erlauben, sich auch in unwegsamen Gelände gut zu bewegen. Grasen sie auf unwegsamen Flächen, wirken sie der Verbuschung entgegen und lockern den Boden auf. Ihr Fleisch schmeckt aromatisch und ist zart. Zur Milchproduktion sind sie allerdings nicht geeignet, weil Mutterschafe nur so viel Milch geben, wie ihre Nachkommen benötigen.

Rhönschafe haben also viele Vorteile in der Landschaftspflege und für die, die sie halten. Man schätzte sie schon im 16. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert waren sie aber fast ausgestorben. Rhönschafe sind nicht die ertragreichste Rasse und viele Züchter wandten sich deshalb zu anderen Schafrassen hin. Mit dem steigenden Bewusstsein für Naturschutz, Biodiversität und artgerechte Tierhaltung nimmt ihre Zahl aber wieder zu. Vor allem in der Rhön, die zu Hessen, Bayern und Thüringen gehört, und den Schafen ihren Namen gab.

Kleidung aus Rhönschafwolle für Damen, Herren und Kinder findet man in großer Auswahl beim Naturtextilienversand Hessnatur:

Foto: Diana Mohr  / pixelio.de

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